3 So heißt es in der von W. Jaksch veröffentlichten Erklärung Beneš' vom Juni 1942 (Jaksch, a. a. O., S. 35): „Die Frage des Transfers kann daher nicht ausschließlich nur eine tschechoslowakische Frage sein. Es ist eine solche von gemeinsamer europäischer Bedeutung, die nicht nur die Tschechoslowakei, sondern auch viele andere Staaten betrifft, und sie kann daher als internationales Problem angesehen werden, das bei der abschließenden Regelung der europäischen Nachkriegs-Verhältnisse berücksichtigt werden muß. Die tschechoslowakische Regierung wird einen definitiven Standpunkt dazu auf Grund der letzten Kriegsereignisse, der Geschehnisse bei uns in der Heimat und auf Grund dessen einnehmen, was die anderen Siegermächte bei ihren Vorbereitungen zum Waffenstillstand und zum Frieden beschließen werden.”
Über die publizistische Auseinandersetzung der im Exil lebenden sudetendeutschen sozialdemokratischen Politiker mit den Austreibungsplänen der tschechoslowakischen Exilregierung s. die in „Der Sozialdemokrat” (London), vor allem in den Nrn. 44, 47, 48/1943; 53/1944; 67, 68, 69, 71/1945 erschienenen Artikel.