1 Eugen de Witte, Die suđetendeutsche Emigration 1938 (Sudeten-Jahrbuch der Seliger-Gemeinde 1952, S. 97 ff.), spricht von 40 000 geflüchteten deutscheu Sozialdemokraten.
Nach einer Äußerung des Hohen Kommissars für Flüchtlingsfragen beim Völkerbund, Sir John Hope Simpson: „Refugees, a review of the Situation since September 1938„, wurden allein 20 000 deutsche Flüchtlinge von den Tschechen wieder zurückgeschickt, während etwa 10 000 freiwillig zurückkehrten; vgl. W. Jaksch, Benesch war gewarnt, München 1949, S. 75; auch de Witte, a. a. O., S. 99. Die Zahl der aus dem Sudetengau abgewanderten Juden läßt sich annähernd daraus bestimmen, daß sich bei der Volkszählung 1930 20 000 Juden zum Deutschtum bekannten, bei der Volkszählung 1939 im Reichsgau Sudetenland noch 1840 und 251 in den übrigen sudetendeutschen Gebieten (s. S. 14 Anm. 1). Damit ist allerdings nicht gesagt, daß die Abgewanderten ausschließlich oder vorwiegend ins Protektorat gelangt sind.