1 s. darüber den Bericht eines ehemaligen Funktionärs der tschechischen Verwaltungskommission in Aussig, abgedruckt unter Nr. 53, S. 282 ff., insbesondere S. 285, Anmerkung.

Die den Deutschen zur Last gelegte Explosion in Aussig-Schönpriesen wurde von tschechischer Seite benutzt, um die Weltöffentlichkeit von der andauernden Bedrohung durch die Deutschen im Sudetenland und von der Notwendigkeit ihres baldigen Abschubs zu überzeugen. So erklärte z. B. Minister Ripka in seiner Rundfunkrede vom 20. August 1945 in Prag (nach der in War and Peace Aims of the United Nations, Bd. II, S. 1048, abgedruckten Wiedergabe dieser Rede): „.. . one should understand the feelings of our people who are being consistently attacked by Werwolf organizations, and whose property is still being destroyed. We witness largescale Sabotage as was recently the case at Üstí nad Labern [Aussig]. Many of our people still do not feel safe until they know that the Germans will go away.”

Als weiteres Beispiel sei hier noch ein Bildbericht der tschechischen Zeitschrift „Zivot” über die Explosionszerstörungen angeführt, in dessen Kommentar es am Schluß heißt (in deutscher Übersetzung): „Aussig ruft und gebietet: Nicht ein Deutscher auf tschechischem Gebiet! Nicht ein Deutscher in Prag! Und wenn er sich unter was immer für einem Mantel von Mischehe oder Loyalität verbirgt. Das Volk wird seiner Regierung folgen, ohne sich etwas abhandeln zu lassen und entschieden bis in (alle) Konsequenzen, und erwartet von ihr energische Taten.”