2 Karl Kreibich, der Sprecher der sudetendeutschen Kommunisten und spätere tschechoslowakische Botschafter in Moskau, schrieb im Jahre 1945 in der tschechischen Zeitschrift „Tvorba” (Nr. 5):
„‚Kümmert euch nicht darum, wie viele Deutsche endgültig da sein werden, je weniger, desto besser. Eines aber ist unabänderlich; es darf in der Tschechoslowakischen Republik niemals wieder eine organisierte politische Gruppe der deutschen Minderheit geben, es darf keine eigene deutsche, sei es wirtschaftliche, politische oder kulturelle Richtung geben, auch kein wie immer geartetes deutsches nationales Leben. Es darf kein deutsches Statut geben, und die Erziehung der Kinder muß tschechisch sein, damit die Zahl der Deutschen in der Republik so klein wie möglich ist und damit es keine deutschen Gebiete gibt, d. h. daß es keinen einzigen Bezirk mit einer deutschen Mehrheit gibt.” (s. „Der Sozialdemokrat”, Nr. 74/75 vom 10. Dezember 1945.)