3 In einem Artikel in „Stráž Severu” (Wacht des Nordens), Reichenberg, vom 6. Januar 1946, in dem sich der Chefredakteur dieses Blattes, Dr. Josef Veverka, mit der Verzögerung des Abschubs der Deutschen auseinandersetzt, wird die Zahl der bis Ende 1945 aus der ČSR in die sowjetische Besatzungszone Deutschlands vertriebenen Deutschen mit 700 000—800 000 angegeben.
E. Wiskemann, a. a. O.. S. 106, stellt fest, daß zur Zeit der Potsdamer Konferenz sich die Zahl der Sudetendeutschen in der ČSR um eine Million verringert hatte (im Vergleich zu 1938). Die Feststellung stützt sich auf die Zahl der an Deutsche ausgegebenen Lebensmittelkarten. — Dabei muß aber berücksichtigt werden, daß zu jenem Zeitpunkt der größte Teil der zum Wehrdienst einberufenen Männer noch in Gefangenschaft war.