1 Nach einer Reuter-Meldung vom 20. August 1945 erklärte Ripka in einer Rundfunkansprache, die Ausweisung der Deutschen gehöre zu den vordringlichsten Aufgaben der tschechischen Regierungspolitik. Wörtlich erklärte Ripka: „Es handelt sich dabei um einen fundamentalen Grundsatz unserer politischen und wirtschaftlichen Konsolidierung. Dieser Bevölkerungsabschub liegt nicht nur im Interesse der Tschechoslowakei, sondern ist eine unumgängliche Voraussetzung für die Beibehaltung des Friedens. Die Tschechen freuten sich daher über den bezüglichen Beschluß von Potsdam, konnten jedoch die Verschiebung der Deportation nicht begrüßen. Wir sind uns der Schwierigkeiten der Alliierten bewußt, indessen können wir kaum Vorbereitungen für die Umorganisation und den Neuaufbau der Grenzgebiete treffen, bis wir wissen, wann die Deutschen sie verlassen werden.” (Keesing's Archiv, Jg. 15 [1945], S. 385 G; vgl. auch die Inhaltswiedergabe dieser Rundfunkrede in: War and Peace Aims of the United Nations, Bd. II, S. 1048 ff.)