1 Der Ausdruck „Karpatendeutsche” wurde von dem Historiker R. F. Kaindl geprägt; vgl. dazu sein Werk „Geschichte des Deutschtums in den Karpathenländern, 3 Bde., 1907—1911. Er bezeichnete damit ursprünglich alle in den Karpaten und in der Bukowina lebenden Deutschen. Diese umfassende Bezeichnung geriet nach der politischen Aufsplitterung des Gebietes am Ende des Ersten Weltkrieges in Vergessenheit. Karpatendeutsche nennen sich heute vor allem die Volksdeutschen aus der Slowakei und der Karpato-Ukraine. Das Schicksal des zahlenmäßig nur geringen Deutschtums aus der Karpato-Ukraine (etwa 15 000) kann hier nicht behandelt werden, da ausreichende und verläßliche Nachrichten nicht vorliegen.