2 Hlinka, röm.-kath. Pfarrer in Rosenberg, gründete diese Partei am 5. Dez. 1905 mit dem Ziel, den Madjarisierungsbestrebungen der ungarischen Behörden entgegenzutreten (vgl. Lettrich, a. a. O., S. 40, und Joseph A. Mikus, La Slovaquie dans le drame de l'Europe, Paris 1955, S. 24). Eine politische Bedeutung errang sie allerdings erst nach der Errichtung der Tschechoslowakei. In den dreißiger Jahren erfolgte ihre organisatorische Umbildung nach faschistischem Vorbild, und dieser Umstand und das von ihr vertretene autonomistische Programm, das vom nationalsozialistischen Deutschland als willkommenes Hilfsmittel bei der Zerschlagung der Tschechoslowakei benutzt wurde, trug schließlich wesentlich dazu bei, daß sie vom Dritten Reich als Partner der damaligen deutschen Politik akzeptiert wurde.