6 Franz Karmasin, geb. am 2. 9. 1901 in Olmütz, reorganisierte 1926/27 das deutsche Genossenschaftswesen in der Zips und wirkte weiterhin als Sekretär des Deutschen Kulturverbandes in der Slowakei. Er gehörte zu den Mitbegrün-
dern der Karpatendeutschen Partei, wurde nach den Wahlen von 1935 (Wahlbündnis der Karpatendeutschen Partei mit der Sudetendeutschen Heimatfront) Abgeordneter im Prager Parlament (Karmasin kandidierte im Wahlkreis Iglau). Nach der Union der Karpatendeutschen Partei mit der Sudetendeutschen Partei 1935 wurde er Stellvertreter Henleins für die Karpatenländer. In der autonomen und selbständigen Slowakei übernahm er als Volksgruppenführer das Staatssekretariat für deutsche Belange in der Slowakei. (Die autonome karpato-russische Regierung erteilte ihm den gleichen Auftrag.) vgl. auch Nation und Staat, Jg. 12, S. 465 f.