1 Bei einem großen Teil dieser Freiwilligen waren es nicht zuletzt wirtschaftliche Gesichtspunkte, die sie zum Eintritt in die Waffen-SS bestimmten. Da sie ohnehin der Wehrpflicht unterlagen und die Familien der zum slowakischen Heer eingezogenen Männer wegen der geringen staatlichen Unterstützung häufig in Not gerieten, die Waffen-SS aber verhältnismäßig hohe Zuwendungen machte, zogen viele Männer den Dienst in der Waffen-SS oder in der deutschen Wehrmacht vor. Viele der zum Arbeitseinsatz im Reich befindlichen Männer wurden auch durch moralischen Druck zum Eintritt in die Waffen-SS gezwungen.
Darüber berichtet Berger in seinem Schreiben an Himmler vom 30. April 1943: „Über 750 SS-taugliche Männer haben wir über den Sturmbann im Laufe der Jahre in die Waffen-SS bekommen.” Himmler Files, Folder 6. Am 28. Dezember 1943 standen bei einer Gesamtzahl von 150 000 Volksgruppenangehörigen im Kriegseinsatz:
Auszug aus dem Informationsblatt „Der Reichsleiterdiensť' vom 28. 12. 1943, in: Studien des Instituts für Besatzungsfragen in Tübingen zu den deutschen Besetzungen im 2. Weltkrieg, Nr. 5, Robert Herzog, Die Volksdeutschen in der Waffen-SS, Tübingen 1955, S. 16.