3 s. darüber Mikus, a.a.O., S. 272 ff. Nach einem Bericht der „Neuen Zürcher Zeitung” vom 13. August 1957 („Die Slowakei unter dem Prager Regime”) sollen 300 000 Madjaren von den 650 000, die vor dem Kriege in der Slowakei lebten, zurückgeblieben sein. H. Kühn, Die kulturelle Situation der Deutschen in der Tschechoslowakei, nennt nach tschechischen Quellen für den 1. Januar 1956 sogar 392 056 Personen (S. 46). Diese hohe Zahl erklärt sich daraus, daß es Ungarn gelungen war, die Ausführung des Abkommens mit der ČSR über den Bevölkerungsaustausch (vom 27. 2. 1946) in wesentlichen Punkten durch seinen Widerstand zu verhindern. In diesem Abkommen war neben dem Austausch einer gleichen Anzahl von Slowaken aus Ungarn mit Madjaren aus der Slowakei der ČSR das Recht zuerkannt worden, sich der Personen madjarischer Nationalität zu entledigen, die sich in irgendeiner Weise gegen die ČSR vergangen hatten. Danach sollten neben 150 000 ausgetauschten noch 300 000 Madjaren vertrieben werden. (Schmied, Das Staatsangehörigkeitsrecht der Tschechoslowakei, S. 38 f.)