17 Annabring, S. 29 ff.; H. Schwab, Das Deutschtum in Südslawien, S. 200; Senz, S. 113 ff.; höchste Parteiinstanz war die Landes-Vertrauensmännerversammlung, welche die Parteileitung wählte, die nicht immer mit dem "Klub der Deutschen Abgeordneten in der Skupschtina" voll identisch war. Erster Landesobmann wurde Dr. Ludwig Kremling (geb. 12. 5. 1861 im Banater Weißkirchen, gest. 29. 5. 1930), der nach dem Philosophie- und Jnrastudium in Budapest während seiner Rechtsanwalttätigkeit in Weißkirchen von 1907-18 Vorsitzender der "Ungarländ. Deutschen Volkspartei" gewesen war. Er lebte seit 1925 in Neusatz. Geschäftsführender Parteiobmann wurde Dr. Stefan Kraft (geb. 15. 8. 1884 in Indjija, Syrmien,

gest. 16. 6. 1959 in Heidelberg). Nach dem Studium der Natur- und Rechtswissenschaften in Agram, Marburg und Wien, wo er promoviert wurde, diente er als k. u. k. Hauptmann im Kriege und wurde dann Leiter der "Druckerei- und Verlags AG" in Neusatz, wo das "Deutsche Volksblatt" erschien. Er war Mitgründer des Kulturbundes, Initiator der Genossenschaftsbewegung, Präsident der Landwirtschaft!. Zentral-Darlehenskasse, des Verbandes der deutschen Kredit- und Wirtschaftsgenossenschaften und der Liga der Deutschen des Kgr. Jugoslawien für Völkerbund und Völkerverständigung, sowie Vorsitzender des Kuratoriums der Schulstiftung. Bis 1938 lag in seinen Händen eine ungewöhnliche Machtfülle; F. Wertheimer, Von deutschen Parteien und deutschen Parteiführern im Ausland, Berlin 1927, S. 160 f.; Jakob Wolf, St. Kraft, in: Jahrbuch der Deutschen aus Jugoslawien 1960, Stuttgart 1959, S. 71 ff.