4 ) Aus 22 verschiedenen ostprenßischen Kreisen konnte bisher die ehemalige Einwohnerschaft von insgesamt 455 Landgemeinden (= 152 124 Personen) namentlich erfaßt und ihr Schicksal aufgeklärt werden. Daraus ergab sich, daß in diesen Gemeinden insgesamt l 731 Menschen nach dem Einzug der Roten Armee umgebracht wurden. Da in Ostpreußen die Zahl der in russische Hände Gefallenen nur etwa 25 Prozent der Gesamtbevölkerung betrug, bedeutet dies, daß fast 4,5 Prozent der Zurückgebliebenen erschossen oder ermordet wurden. — In Ostpommern, daa zum größten Teil erst im März besetzt wurde, verfuhren die sowjetischen Truppen etwas weniger brutal. In 432 kleinen Landgemeinden mit einer Einwohnerschaft von insgesamt 137 709 erfaßten Personen betrug die Anzahl der durch Erschießungen o. a. gewaltsame Tötungen entstandenen Verluste l 278. Da in Pommern etwa 50 Prozent der Bevölkerung in russische Hände gefallen war, bedeutet dies, daß von ihnen rund 2 Prozent durch Erschießungen und Morde nach dem sowjetischen Einmarsch umgekommen sind.