2 ) In einem Bericht der Frau Elisabeth Hinz aus Danzig heißt es dagegen: „In Nickelswalde waren wir zwei Nächte, dann hieß es fort. Wir wurden am Abend auf einen Marineprahm verladen und sollten nach Hela gebracht werden. Im geschlossenen Raum kamen die Frauen mit Kleinkinder und wir oben aufs ungeschützte Wellblech. Schnee, Regen, Wind und Unsicherheit waren unsere Begleiter. Auf dem Vorschiff saßen einige Übermütige, die den Ernst der Lage nicht verstanden, sangen Schlager und spielten. — Da, auf hoher See ein großes schwarzes Ungetüm kam auf uns zu. Schreie, Weinen und Jammern durch die Luft. Wir wurden gerammt. „Hört auf zu jammern, betet und bittet den lieben Herrgott um Hilfe”, sagte ich. Die Nächstliegenden taten es laut und leise, unser Prahm hatte sich schon bedenklich auf die Seite gelegt, wir rutschten schon. Da wars, als ob unser Schiff einatmete, und es glitt wieder in die richtige Lage. Unser Kapitän kam zu uns und sagte, es wäre ein guter Engel gewesen, der uns geholfen hat, denn es sah für uns bedenklich aus. Unten war die Umfriedung abgerissen, und die Kinderwagen waren schwer beschädigt. Durchnäßt, mit den Nerven erledigt kamen wir in der Frühe in Hela an.”