1 ) Über die Vorgänge in Plaewitz berichtet auch der Steinsetzer S. H.: „Am 14. Februar 1945 erreichte der Russe unser Dorf Plagwitz. Da sieh noch eine kleine Gruppe deutscher Soldaten im Ort befand, die ihm Widerstand entgegensetzten, kam es zur Vernichtung eines ganzen Teiles unseres Dorfes. Ich war mit einigen Angehörigen sowie einigen Nachbarn zu Haus geblieben, der größte Teil der Dorfbewohner war jedoch geflohen. Wir bereuten schon hald nach dem Einmarsch der Russen, daß wir nicht mitgeflüchtet waren. Es folgten nun Wochen der Vergewaltigungen, Mißhandlungen usw. Wir lehten drei Wochen mitten im Kampfgebiet zwischen dem Feind, und was das heißt, können Sie sich denken. In Plagwitz hefand sich eine Heil- und Pfleseanstalt für Geisteskranke. Als der Russe ein paar Tage da war. lagen Insassen dieser Anstalt überall in den Gärten und Straßengräben erschossen oder erschlagen umher. — Am 8. März mußten wir binnen kurzer Zeit unser Dorf verlassen.”