24 SS-Kriegsberichterstatter R. Krötz erklärte in einem Bildband über „Die Rückkehr der Volksdeutschen aus der Dobrudscha und dem Süd-Buchenland” (Bücher der Heimkehr. 1942), das Reich habe sich „zur Objektivierung der deutschen Lebensinteressen” auf dem Balkan „entschlossen, seinen mit vielen politischen Hypotheken belasteten und in seinem Dasein gefährdeten Blutsanteil, soweit er nicht in großen selbstsicheren Siedlungsräumen ruht, zurückzunehmen” (a. a. O., S. 7).

Der Leiter der Hauptabteilung I im Stabshauptamt des Reichskommissars für die Festigung des deutschen Volkstums, SS-Obersturmbannführer Dr. Fähndrich, definierte im Dezember 1940 als „grundlegende Gesichtspunkte” für die Umsiedlungsaktionen: „Die außerhalb der Interessensphäre des Großdeutschen Reiches lebenden Reichs- und Volksdeutschen werden nach Maßgabe der Dringlichkeit und Notwendigkeit in das Reichsgebiet umgesiedelt. Diese wertvollen, weither jenseits der Reichsgrenzen lebenden Teile des deutschen Gesamtvolkeä werden so von ihrer Rolle als Kulturdünger fremder Staaten abgelöst, um nunmehr am Aufbau und an der Gestaltung des eigenen Reiches mitzuwirken. Der vom Führer an verschiedene deutsche Volksgruppen ergangene Ruf zur Heimkehr in das Reich stellt eine völlige Revolutionierung der früheren deutschen Volkstumspolitik dar. Während in vergangenen Jahren die Einwanderung von Volksdeutschen in das Reichsgebiet oft geradezu als Verrat am deutschen Volkstum jenseits der Grenzen bezeichnet ... wurde, . .. steht jetzt die Stärkung und die Festigung des deutschen Volkstums innerhalb der Reichsgrenzen bzw. der großdeutschen Interessensphäre im Vordergrund. Die frühere, vielfach romantisch gefärbte Schwärmerei, die sich an der Verstreutheit der Deutschen in aller Welt begeisterte, auch wenn diese nicht im unmittelbaren deutschen Auslandsinteresse tätig waren, sondern letzten Endes in den Diensten fremder Herren standen, hat der Forderung Platz gemacht: Hereinholung des wertvollen deutschen Blutes zur Stärkung des Reiches selbst” („Der Menscheneinsatz”, a. a. O., S. VI).