1 In einem Nachtrag ergänzt der Berichterstatter seine Ausführungen in folgender Weise:
Ich selbst zählte mich nie zu den besten Soldaten. Doch fühlte ich mit all den „Willigen” unser Schicksal mit dem des deutschen Volkes verbunden, ich sah ein mit meinen Kameraden, daß diese Enttäuschung auch im Blick auf unsere Heimat geschluckt werden muß und daß es zu Kriegszeiten vielleicht überall zu Mißverständnissen kommen kann! Die moralische Belastung der „Nichtwilligen” bedrückte ja auch uns bis zu diesem Punkt „in der Not des Vaterlandes auch mal ein kleines Unrecht ertragen zu können". Diese Erkenntnis ließ uns, die wir eingekleidet wurden, mit unserem Schicksal versöhnen, wir konnten unsere Uniform freier tragen als jene, welche uns in der alten Heimat erwartet hätte als Deutscher im fremden Heer, es war für uns trotz allem eine Herzensangelegenheit der Volkszugehörigkeit! Jene unglücklichen Kameraden, die heimkehren durften bzw. entlassen wurden, mußten diese Tragik bis zur Neige auskosten. Es war keine feierliche Heimkehr, die meisten wurden sofort in das ung. Staatsheer eingezogen, da man dort über sie Bescheid wußte, wurden sie verspottet, man verachtete sie, schickte sie bald an die Front, wo viele gefallen sind. Jahre später habe ich mehrere freiwillig in den Verbänden der Waffen-SS getroffen, wo sie sich freier fühlten!