Nr. 37: Die Internierungsaktionen in Jägerndorf Anfang Juni 1945 und die Verhältnisse im Internierungslager; Zwangsarbeit des Vfs. im Witkowitzer Eisenwerk bis zu seiner schweren Erkrankung.

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Erlebnisbericht (Brief) des Kaufmanns und ehemaligen Stadtrats Hubert Schütz sen. aus Jägerndorf.

Beglaubigte Abschrift (vom Vf. ergänzt und bestätigt), 4. Januar 1947, 4 Seiten, mschr.

Eingangs erwähnt der Vf., daß er im Zuge der Räumung des damaligen Frontgebietes am 25. März 1945 Jägerndorf verlassen mußte und nach Mährisch Schönberg evakuiert wurde, wo er den Einmarsch der sowjetischen Truppen mit seinen Schrecken erlebte, und daß der bald danach gebildete Národní Výbor die Evakuierten zum Abzug aus Schönberg drängte.

Am 4. Juni 1945 habe ich eine Transportgruppe von Jägerndorfer Leidensgefährten zusammengestellt, und wir marschierten über Berggeist, Römerstadt und Freudenthal mit beladenen Handwagerln nach Jägerndorf. Einzelreisende gab es nicht, weil man Überfälle und Beraubungen fürchtete. Gelagert haben wir in den Wäldern, und in drei Tagen waren wir in Jägerndorf.

Kaum in Jägerndorf angelangt, verspürten wir schon die veränderte Heimat. Es war der 5. Juni 19451. Die Partisanen durchzogen die Straßen, durchwühlten das Gepäck und bedrohten die ankommenden Heimatkinder. Es traute sich niemand in sein eigenes Haus, weil die meisten Häuser schon von Tschechen besetzt waren und die meisten Häuser entweder ausgebrannt, demoliert, kriegsbeschädigt oder geplündert! Truppweise wurden die armen Eingeschüchterten zu ihren Wohnungen begleitet. Als ich zu meinem Hause kam, fand ich dort eine ganze Schlange Menschen, und als ich fragte, was da los ist, wurde mir mitgeteilt, daß in meinem Hause das tschechische Wirtschaftsamt untergebracht worden sei und pro Kopf und Tag 10 dkg Brot ausgegeben werden. Ich und meine Frau sind mit Handwagerl und Gepäck in den Hof gefahren, und ich mußte zum tschechischen Leiter des Wirtschaftsamtes bitten gehen, ob ich in meine Wohnung hineingelassen werde. Als ich mich genau legitimierte und auch von Zeugen bestätigt wurde, daß ich zum Hause gehöre, ließ man mich in meine Wohnung. Leider war es nicht so leicht, in die Wohnung hereinzukommen, weil die Schlösser demoliert waren. Als wir endlich die Tür aufbrachen, sahen wir die Bescherung. Die ganzen Kästen, Schreibtisch, Kredenz usw. erbrochen, viele Sachen entwendet und die Möbel demoliert. Trotz dieses bösen Anblickes waren wir glücklich und froh, in unserem Heim zu sein. Wir machten uns an die Arbeit, brachten alles in Ordnung und lebten von der Substanz, weil wir uns gar nicht heraustrauten, denn überall wurden wir schwer belästigt.

Sechs Tage später, also am 13. Juni 1945, mußte ich zur Post, und als ich heimging, sah ich am Rathausplatz eine Masse Partisanen aufmarschieren, und von Bekannten wurde mir im Laufschritt zugerufen, daß jetzt am Rathausplatz das Standrecht für Jägerndorf verkündet wird. Der Schrecken und die Angst waren groß, aber trotzdem hatte man an das Schrecklichste nicht


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gedacht, weil man sich in der Heimat unter den eigenen Leuten etwas sicherer fühlte, d. h. sicherer zu sein glaubte. Mein Bestreben war, auf die schnellste Weise mein Haus zu erreichen, und ich lief. Bei der Kirchengasse erwischten mich die Partisanen und trieben mich in die Pfarrkirche. Dort waren schon cirka 50 Leidensgenossen versammelt, und weitere kamen noch immer. Es hieß, nach Beendigung der Standrechtsverkündigung werden wir wieder entlassen. Inzwischen ist es 12.30 Uhr mittags geworden. Auf einmal ging die Tür auf, es kamen 7 Partisanen mit Gewehren auf den Schultern herein, durchsuchten und verprügelten die Frauen und schickten sie heim, und wir Männer wurden zu einer Kolonne zusammengestellt und auf die Polizeiwachstube ins Rathaus geführt.

Wir dachten zu irgend einer Einvernahme, und so standen wir gedrängt bis 7.30 Uhr abends in einem Winkel der Wachstube. Endlich wurde einer zu einer Scheineinvernahme vorgerufen, die bis 8 Uhr abends dauerte. Auf einmal brach der Beamte ab und sagte zu den Partisanen, daß er zum Nachtmahl gehen wolle und man soll die Leute nach Hause schicken. Dagegen protestierten die Partisanen, und wir wurden alle in den Polizeiarrest getrieben. Im Keller angelangt, wurde einer nach dem anderen überfallen und fürchterlich verprügelt und sodann in die Zellen geworfen. Wir waren zu viert in einer kleinen Zelle, dort war nichts anderes als zwei Holzpritschen und ein zerrissener Laufteppich zum Zudecken. Da wir hungrig, zerschlagen und voller Angst waren, war uns auch kalt. Wir legten uns auf die Pritsche immer zu zweit und deckten uns mit den Teppichfetzen zu. Wir dachten, jetzt werden wir Ruhe haben, können ausschlafen und werden am nächsten Tag doch zur Einvernahme kommen und sodann entlassen werden. Wir haben uns aber sehr getäuscht! Alle zehn Minuten kamen immer zwei andere Partisanen in die Zelle und lehrten uns neue Methoden: Wenn die Partisanen hereintraten, mußten wir die Arme hochheben und dabei in tschechischer Sprache melden: „Wir danken unserem Führer Adolf Hitler, dem Chachar, daß wir da sind!” (Chachar ist ein Ostrauer Schimpfname für Gauner.) Wenn einer verprügelt wurde, mußten wir sagen: „Wir danken für die Auszahlung!” Wer es in tschechischer Sprache nicht geläufig und schnell genug melden konnte, wurde immer frisch verprügelt. So ging es bis 3 Uhr früh. Am nächsten Tag um 7 Uhr früh begann schon wieder dieselbe Qual. Um 11 Uhr vormittags kamen wieder zwei Partisanen, brachten einen Kübel Wasser, und da konnte sich jeder ein Glas Wasser zum Trinken herausschöpfen und bekam 3 dkg Brot.

Nachmittags um 5 Uhr wurden wir alle herausgeholt, am Hofe zusammengestellt und auf die Wachstube geführt. Wir wußten nicht, was mit uns geschehen wird. Unsere Gedanken gingen bis nach Sibirien. Auf einmal wurde der Befehl gegeben, wir sollten uns die bereits abgegebenen Hüte, Hosenträger und die abgegebenen Tascheninhalte an uns nehmen. Wir griffen mit Freuden zu, die Augen leuchteten. Wir wiegten uns in der Hoffnung, daß wir vielleicht doch zu Hause kommen. — Daheim vergingen die Frauen in banger Sorge um ihre Männer und Angehörigen und liefen herum, um etwas zu erfahren, aber alles vergeblich. — Als wir alle fertig waren, wurde kommandiert, in Zweierreihen aufzustellen. Rechts um, vorn und hinten je ein Partisane und sodann: Marsch! Jetzt haben wir erst


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erkannt, daß wir verloren sind. Wir marschierten gegen die Troppauer Straße. Wohin geht es? war die bange Frage.

Die uns begegnenden Landsleute getrauten sich nicht einmal, zu uns aufzublicken, weil sie fürchten mußten, von den Partisanen angefallen zu werden. Unauffällig hörten wir den Ruf eines Vorübergehenden: „Ins Lager!” Jetzt erst erhielten wir Kenntnis, daß es ein Lager gibt. Auf der Troppauer Straße, gegenüber dem Gasthof „Sonne”, in den sogenannten Panzerbaracken, war ein Lager errichtet. Zuerst hieß es Lager für politische Häftlinge, sodann Arbeitslager für politische Gefangene und schließlich Internierungslager für Deutsche. Es wurde je nach der Auslandsstimmung gewechselt.

Im Lager eingerückt, sahen wir schon Tausende Jägerndorfer drin und immer weitere Transporte ankommen. Wir wurden dort bei der Lagerkanzlei aufgestellt, die Bewachung wich nicht von unserer Seite, und so warteten wir eine ganze Stunde. Auf einmal bemerkten wir, daß die Partisanen verschwunden sind, und da gab ich das Signal, ebenfalls auseinander zu gehen; und [wir] mischten uns unter die anderen Volksgenossen. Ein Entweichen aus dem Lager war unmöglich, weil die Tore und Zaun von Partisanen besetzt waren und ein jeder sofort angeschossen wurde, der es gewagt hätte, auszubrechen. In einem Konzentrationslager konnte es nicht ärger sein. — Nacheinander wurden wir zur Registrierung in die Kanzlei getrieben, dort mußten wir Uhren, Geld, Wertsachen und Messer abgeben, und sodann wurde uns eine Barackenbehausung angewiesen. Vielfach lagen wir immer zwei zusammen auf einem Lagerbett. Parteifunktionäre, SA und SS kamen in Extrabaracken hinters Gitter und wurden dreimal täglich auf den nackten Körper mit Gummiknütteln geschlagen, bis sie oft zusammenbrachen. Die armen Gequälten haben oft Tag und Nacht geschrien vor Schmerzen. Viele haben die Zeit nicht überlebt, und viele wurden wahnsinnig. Ein gewisser Hamm, welcher beim Baizar (Leichenbestattung in Jägerndorf) angestellt war und auch wahnsinnig wurde, ist auf freiem Platz innerhalb der Baracken von Partisanen erschossen worden.

Die Zucht im Lager war ärger als in einem Kasernenhof, und man hörte den ganzen Tag nichts anderes als das Gebrüll der Partisanen, immer nur Kommandos: Antreten! Ohrfeigen, Kolbenhiebe, Schläge, und sah die Blutenden. Überall Zimmerkommandanten, Gruppenkommandanten, Arbeitskommandanten. Die Kommandanten waren Deutsche, und wenn sie nicht so getan haben, wie die Partisanen angeschafft, wurden sie geschlagen oder hinters Gitter gesteckt. (In den Zellen hinterm Gitter wurde man wie Schwerverbrecher behandelt.)

Ich ging mit einer Arbeitsgruppe auf Arbeit und mußte die ganzen Jägerndorfer Schulen und Turnhallen reinigen. Es war schwere Arbeit, aber wir gingen gern, nur um den Lagerqualen zu entgehen. Die ersten drei Tage bekamen wir nichts zu essen und behalfen uns dadurch, daß wir zu Leidensgefährten betteln gingen. Solche, die direkt ans den Wohnungen kamen und frisch eingewiesen waren, brachten noch immer etwas Lebensmittel mit. Den vierten Tag bekamen wir am Abend 1/2 Liter Kartoffelsuppe. Später erhielten wir täglich in der Früh 1/2 Liter schwarzen Kaffee, mittags und


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abends 1/2 Liter Kartoffelsuppe und 13 dkg Brot. Arbeitsgruppen erhielten nach einem Monat sodann 20 dkg Brot.

Vierzehn Tage hat es gedauert, bis durch einen Zufall meine Frau von mir etwas erfahren hat. — In Jägerndorf waren drei Lager. Eines auf der Troppauer Straße, eines am Burgberg (früher Arbeitsdienstlager) und eins auf der Leobschützer Straße in den neuen Wohnhäusern der Panzer-Unteroffiziers-Wohnungen. Später wurde es so eingeteilt, daß auf der Troppauer Straße das Arbeitslager und auch das Straflager, auf der Leobschützer Straße das sozialdemokratische Arbeitslager und am Burgberg das Aussiedlungslager war. Die Jägerndorfer Bevölkerung wurde restlos aus den Wohnungen getrieben1.

Ich arbeitete gerade vor der Realschule und hielt vor der Schule in den Anlagen Rast, als meine Frau und Schwiegertochter wie von Gott geschickt vorbeigingen, und da haben wir uns wieder das erste Mal gesehen. Meine Frau war herzleidend und bekam auf ärztliche Anweisung die Bewilligung zur häuslichen Pflege, und so konnte sie in der Wohnung bleiben. Da brachte sie mir eine Decke, Rucksack mit etwas Wäsche, Eßschale und Löffel. Jetzt konnte ich mich das erstemal zum Schlafen zudecken, Wäsche wechseln und im eigenen Geschirr essen. Bisher mußte ich immer warten, bis mir ein guter Nachbar die Eßschale und Löffel borgte. Es war unglaublich, Tag und Nacht ist man aus den Kleidern nicht herausgekommen. Die Lagerstätte war eine sehr große Garage für Panzerautos, der Fußboden war betoniert, und auf ausgebreitetem Stroh lagen wir einer neben dem anderen. Die Frauen mit den Kindern blieben in den Baracken.

Nach zwei Monaten, als wir wieder abends angetreten waren — das Antreten erfolgte täglich, es wurden immer Arbeitssklaven wie auf einem Viehmarkt ausgesucht — da rief auf einmal der verhaßte Partisanen-Lagerkommandant: „Alle Lehrer, Beamte und Kaufleute hervortreten!” Selbstverständlich mußte ich auch hervortreten, wir wurden alle aufgeschrieben und nach dem Alter gefragt. 9 Mann der Ältesten, darunter auch ich, wurden beiseite gestellt, angeblich zu alt; und nun hörten wir durchsickern, daß die Ausgesuchten nach Witkowitz ins Eisenwerk als Schwerarbeiter kommen sollten. Am nächsten Morgen, als sich herausstellte, daß 100 Mann gebraucht werden und nur rund 60 Mann aus der Gruppe der Beamten, Lehrer und Kaufleute da waren, da mußten auch wir 9 Mann und auch andere halbwegs Entbehrliche aus anderen Arbeitsgruppen dazu, wurden in Lastautos verladen und rasch zur Bahn geführt. Dort sind wir in offene Eisenbahnwaggons umgestiegen und mit diesen nach Witkowitz befördert worden.

In Witkowitz wurden wir von der Werksmiliz empfangen, in die Werkskasernen geführt, in Arbeitskolonnen eingeteilt und am nächsten Tag zur Arbeit unter Aufsicht der Werksmiliz, mit Gewehr bewaffnet, getrieben2. Um 4 Uhr früh war Tagwacht, um 5 Uhr 1/2 Liter Kaffee schwarz, mittags 1/2 Liter Suppe, abends 1/2 Liter Suppe und für den ganzen Tag 30 dkg Brot. Um 5.30 Uhr sind wir zur Arbeit abmarschiert, um 6 Uhr mußten wir beginnen, und um 2 Uhr nachmittags war die Schicht aus. Sodann sind


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wir wieder in die Kaserne marschiert. Dort angekommen mußten wir uns waschen, putzen, Zimmertour machen, Wäsche waschen usw., und da blieb nicht viel Zeit zum Atmen. Einmal in 14 Tagen durften wir eine Karte in tschechischer Sprache an die Familie schreiben. Sie wurde zensiert und falls jemand etwas Unrichtiges schrieb, wurde er verprügelt. Unrichtig geschrieben hieß auch, wenn er von Hunger meldete, daß es ihm nicht gut geht und schwer arbeiten muß.

Ich mußte mit einem zweiten Kameraden täglich innerhalb der Achtstundenschicht 12 Waggon (120000 kg) Kohle, Kies, Kalkstein, Koks oder Schamott und manchmal auch Eisenerz ausladen. Es war fürchterlich, denn wir waren erstens eine solche Arbeit nicht gewöhnt, und zweitens die schlechte Kost und großer Hunger. Nach einem Monat wurde ich schwer krank, bekam geschwollene Beine bis herauf zum Magen, die Haut hat auf den Beinen nicht mehr nachgegeben und ist geplatzt. Wasser ist aus Löchern herausgelaufen, Schuhbänder und Socken sind mir an den Füßen verfault, um die Löcher an den Beinen bildeten sich Geschwüre und Rotlauf. Zur ärztlichen Visit wurde ich nicht zugelassen. Als ich nicht mehr gehen konnte, bin ich zur Arbeit nicht mehr angetreten und meldete mich krank. Ich hatte riesig aufgeschwollene Geschlechtsteile und Hungerödem (Wassersucht!). Nach zwei Tagen wurde ich auf einem Handwagerl von zwei Arbeitskameraden und unter Bewachung eines Milizmannes mit geschultertem Gewehr ins „Lazarett für Deutsche” nach Mähr. Ostrau geführt. Dieses Lazarett für Deutsche war ein Schweinestall. Ein demoliertes früher gewesenes deutsches Gasthaus (Pichler), im Saal aufgestreutes Stroh, und dort lagen die Kranken und Toten gepreßt nebeneinander wie die Heringe. Bei der Einlieferung wurde ich untersucht, und es wurde auch noch neben den aufgezählten Krankheitserscheinungen Nierenentzündung festgestellt. Ich war ein Wrack, zum Skelett abgemagert (früher 250 Pfund und dann nur noch 110 Pfund).

Da jeden Tag mehrere gestorben sind, wurde eine Überprüfung des Lazaretts angeordnet, und es kam eine Kommission mit einem Amtsarzt von der Mähr. Ostrauer Polizeidirektion. Der Amtsarzt stellte bei mir fest: „Auf Grund obiger Krankheiten unheilbar und dauernd arbeitsunfähig!” Infolgedessen bin ich sofort zu entlassen und in häusliche Pflege zu schicken. Ich hatte immer Fieber und wurde immer elender. Bemerken möchte ich noch, daß ich gleich den zweiten Tag im Lazarett 186 Läuse aus meiner Wäsche herausgeklaubt habe, und diese hätten mich aufgefressen, wenn mich der Arzt nicht mit Quecksilbersalbe eingeschmiert und ich mir ein Lager auf den Sesseln gemacht hätte.

Allgemein wurde verbreitet, daß ich schon gestorben bin, und diese Nachricht wurde auch meiner Frau zugetragen. Endlich, vier Wochen nach der Konstatierung durch den Amtsarzt Dr. Odersky, wurde ich nach Hause geschickt. Zu Hause eingetroffen, bekam ich noch Angina und nach ein paar Tagen noch die choleraartige Ruhr mit Darmkrämpfen und Blutabgang. Dieser Zustand währte drei Wochen. Dr. Kiesewetter, welcher heimlich zu mir kam (zu einem Deutschen durfte der Arzt nicht ins Haus kommen!), hatte mich aufgegeben, aber schließlich haben doch seine bescheidenen Mittel geholfen. Der feste Willen zum Gesundwerden und die gute Pflege zu Hause haben mich alles überstehen lassen. Lange Monate bin ich gelegen, mich


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sodann doch erholt, die ersten Wochen immer auf einem Stock gestützt spazierengegangen und schließlich am 12. April 1946 mit einem Transport von 1200 Personen nach Bayern ausgesiedelt worden.

Den Bericht beschließt die Bemerkung des Vfs., daß er seine Angaben beeiden und auch mit amtlichen Dokumenten belegen könne.